Wirtschaft : Borussia Dortmund: Fußballpapier im Abseits

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Die am Dienstag veröffentlichten Halbjahreszahlen der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA konnten Investoren nicht sonderlich begeistern. Die BVB-Aktie notierte nahezu unverändert bei 8,66 Euro, deutlich unter dem Emissionspreis von elf Euro. Deutschlands erster börsennotierter Fußballklub setzte im ersten Halbjahr 7,2 Prozent mehr um als vor Jahresfrist. Die Konzernleistung nach sechs Monaten des Geschäftsjahres 2000/01 sei auf 53,4 Millionen Euro gestiegen, teilte die Gesellschaft mit. Allerdings gab Borussia Dortmund wie erwartet einen Verlust des Konzerns von 8,36 Millionen Euro bekannt. 7,67 Millionen entfielen davon auf Kosten für den Börsengang. "Die Zahlen sehen nicht berauschend aus", sagte Marianne Güth, Analystin der West LB. Ingo Süßmilch von der emissionsbegleitenden WGZ-Bank sieht die Zahlen positiver: "Der Verlust von 0,40 Euro pro Aktie liegt leicht unter unseren Planzahlen von 0,44 Euro." Der BVB teilte mit, die sportnahen Bereiche wie Internet, Reisebüro oder Sportartikel trügen inzwischen sieben Prozent oder 3,7 Millionen Euro zum Konzerumsatz bei.

Analysten monierten erneut die schlechte Informationspolitik des Unternehmens. "Die Zahlen sind sehr schwammig gehalten, damit kann kein Privatanleger etwas anfangen", bemängelte Marianne Güth. Der BVB verspricht zwar Besserung. Doch auf der Internetseite "Borussia-Aktie.de", einem Projekt der BVB-Tochter "Absolute Sports", datiert die letzte News vom 8. November 2000. Es ist ein Interview mit Vereinschef Gerd Niebaum unter der Überschrift: "Fußball-Aktie ist Wachstums-Aktie".

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