Wirtschaft : Bosch Siemens Hausgeräte: Waschmaschinen wenig gefragt

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Die Münchner Bosch und Siemens Hausgeräte (BSH) GmbH steht nach dem Rekordjahr 2000 vor einer ungewissen Entwicklungen. Falls der Marktdruck anhalte, müsse der hier zu Lande führende Hersteller von Haushaltsgeräten "Anpassungen vornehmen", sagte BSH-Chef Kurt-Ludwig Gutberlet zur Bilanzvorlage in München. Das Ausmaß des drohenden Stellenabbaus wollte das Management nicht beziffern. Im Vorjahr wurde die Zahl der Stellen im Inland trotz des Rekordgeschäfts um 54 Stellen auf 16 645 Mitarbeiter reduziert. Im Ausland wurden dagegen knapp 400 Stellen auf rund 20 700 Personen aufgebaut. In diesem und dem nächsten Jahr will Gutberlet insgesamt nochmals wie schon im Vorjahr eine halbe Milliarde Mark an Kosten einsparen. Im Jahr 2000 verbuchte BSH ein Umsatzplus von knapp 15 Prozent auf 12,3 Milliarden Mark. Das Ergebnis der gewöhnlicher Geschäftstätigkeit wurde fast auf 610 Millionen Mark fast verdoppelt, sagte Finanzchef Wolfgang Colberg. Besonders erfolgreich sei man im Ausland gewesen.

BSH ist in Deutschland mit einem Anteil von 35 Prozent Marktführer bei Haushaltsgeräten. Global wurde 2000 erstmals der US-Konkurrent General Electric knapp vom dritten Rang verdrängt. Nur die beiden Weltmarktführer Electrolux aus Skandinavien und der US-Konzern Whirlpool rangieren jetzt noch vor BSH. Dieses Jahr bläst den Münchnern aber im Gegensatz zu 2000 heftiger Gegenwind von vielen Haushaltsgerätemärkten entgegen, räumte Gutberlet ein. Im ersten Quartal 2001 sei in Deutschland der Umsatz mit weißer Ware wie Waschmaschinen oder Kühlschränken branchenweit um gut sieben Prozent geschrumpft. Auch Auslandsmärkte seien derzeit zum Teil auf Talfahrt. Insgesamt rechnet Gutberlet 2001 im Konzern nur noch mit einem prozentual einstelligen Umsatzwachstum. Weitere Gewinnverbesserungen seien geplant, aber keineswegs gesichert.

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