Wirtschaft : Boss verdient weniger

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AUS DEN UNTERNEHMEN

Der Metzinger Modekonzern Hugo Boss hat angesichts eines rückläufigen Geschäfts in Deutschland im dritten Quartal weniger umgesetzt und verdient als im Vorjahr. An seiner im Juli gesenkten Ergebnisprognose für das Gesamtjahr hält Boss aber weiter fest. Der Umsatz sei in den Monaten Juli bis September 2002 im Vergleich zum Vorjahresquartal um drei Prozent auf 376,5 Millionen Euro gesunken, teilte die Gesellschaft mit. Vor allem in Deutschland habe Boss dieKaufzurückhaltung der Konsumenten zu spüren bekommen. Der Gewinn nach Steuern ging um 15 Prozent auf 52,3 Millionen Euro zurück. rtr

FiatAutoverkauf bricht ein

Der italienische Fiat-Konzern hat im Oktober deutlich weniger Neuwagen verkauft. Die Erstzulassungen des krisengeschüttelten Konzerns mit den Marken Fiat, Lancia und Alfa Romeo seien im Vergleich zum Oktober 2001 um fast 21 Prozent eingebrochen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Insgesamt wurden demnach 55 600 Fahrzeuge verkauft, im Vorjahresmonat waren es noch über 70 300 Fahrzeuge. Die Erstzulassungen der Marke Fiat sanken um mehr als 22 Prozent auf gut 40 000 Wagen, bei Alfa Romeo um mehr als 23 Prozent auf 6530 Fahrzeuge. dpa

Schwarz Pharma optimistisch

Nach dem Sieg im Patentstreit mit Astra Zeneca um das Nachahmerprodukt Omeprazol will Schwarz Pharma das Arzneimittel noch in diesem Jahr auf den US-Markt bringen – die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr wurde daher erhöht. Der Gewinn werde 2002 im Vergleich zu 2001 von 16,1 Millionen Euro voraussichtlich mit einer deutlich zweistelligen Prozentrate steigen, teilte der Arzneimittelhersteller mit. Früheren Angaben zufolge ist mit Omeprazol im ersten Jahr nach der Markteinführung ein Zuwachs beim Umsatz und Gewinn in dreistelliger Millionen-Euro-Höhe möglich. rtr

Heidelberger Druck baut ab

Der weltgrößte Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck wird im Zuge des angekündigten Personalabbaus auch Kündigungen aussprechen. Nach Unternehmensangaben werden an den Standorten Heidelberg, Wiesloch, Amstetten und Brandenburg voraussichtlich 200 Leute entlassen. Auf ein entsprechendes Maßnahmenpaket einigten sich Vorstand und Betriebsrat. Insgesamt sollen in dem Unternehmen weltweit 2200 der 24 500 Stellen wegfallen. Der Personalabbau belaste die Gewinn- und Verlustrechnung mit 140 Millionen Euro im Jahr 2002. dpa

Worldcom muss nachlegen

Die durch Bilanzfälschungen schwer angeschlagene amerikanische Telekomgesellschaft Worldcom muss ihre Zahlen wahrscheinlich erneut korrigieren. Als Betrag nannte die unter Gläubigerschutz stehende Worldcom mehr als neun Milliarden US-Dollar. Diese Schätzung basiere auf vorläufigen Nachprüfungen zusammen mit der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC). Die SEC hat unterdessen die Klage gegen Worldcom erweitert. Das Telefonunternehmen habe seine Umsätze mindestens seit 1999 um etwa neun Milliarden US-Dollar aufgebläht. dpa

Das Werk ist pleite

Die Frankfurter Filmfirma Das Werk („Der Pianist“), an der der Regisseur Wim Wenders beteiligt ist, hat am Mittwoch Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Der Antrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit betreffe die Holding, die 52 Tochterfirmen seien davon ausgenommen, betonte das börsennotierte Unternehmen. Nach Einschätzung des vorläufigen Insolvenzverwalters Holger Lessing haben sie gute Chancen, zu überleben. Zu den Töchtern gehört unter anderem die US-Postproduktionsfirma CFX des Oscar-Preisträgers Roland Emmerich („Independence Day“). dpa

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