Wirtschaft : Brandenburgische Sparkasse will Berliner Bank kaufen Angebot bekräftigt Gewinn fast verdoppelt

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(dr). Die Mittelbrandenburgische Sparkasse (MBS) mit Sitz in Potsdam hat im vergangenen Jahr erneut gut verdient und sieht sich für die Zukunft gerüstet. Unterm Strich wird ein Jahresüberschuss nach Steuern von 70,5 (Vorjahr: 42,2) Millionen Euro ausgewiesen. Nach Einstellung von insgesamt rund 60 Millionen Euro in die Rücklagen verbleibt ein Bilanzgewinn von rund 10,5 (2,2) Millionen Euro, der aber ebenfalls nicht ausgeschüttet wird. Das wirtschaftliche Eigenkapital der Sparkasse ist jetzt offenbar so groß, dass der Vorstandsvorsitzende des Instituts, Walter Schubert, am Mittwochabend sein Angebot erneuerte, die Berliner Bank von der Bankgesellschaft Berlin zu übernehmen. Dabei soll die Marke Berliner Bank erhalten bleiben. Und auch sonst ist Schubert dabei, das Geschäftsgebiet seiner Sparkasse auszuweiten. So wird derzeit die Kreissparkasse TeltowFläming integriert, mit Barnim und Dahme-Spreewald werden Gespräche geführt. Schon jetzt ist nach Angaben von Schubert in den neuen Ländern nur noch die Stadtsparkasse Leipzig größer. Doch es geht, so Schubert, nicht um Wachstum um jeden Preis. „Für uns steht qualitatives Wachstum im Vordergrund.“

Der Zinsüberschuss stieg im vergangenen Jahr auf 142,9 (Vorjahr 136,8) Millionen Euro. Der Wertberichtigungsbedarf reduzierte sich von 14,3 auf 11,3 Millionen Euro. Wie sparsam in Potsdam gewirtschaftet wird, zeigt die Cost-Income Ratio. Sie beträgt 46,3 Prozent. Dass heißt, für einen verdienten Euro müssen rund 46 Cent aufgewendet werden. Ziel aller Sparkassen in den neuen Ländern ist es eine Quote von 63,5 Prozent zu erreichen. Die Großsparkassen in den alten Ländern erreichen laut Schubert etwa 65 Prozent.

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