Wirtschaft : Brandenburgs Baugewerbe ist zufrieden

Das Brandenburger Baugewerbe steht deutlich besser da als vor einem Jahr. Im ersten Quartal 2011 stieg der Umsatz bei Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 40,4 Prozent auf 351 Millionen Euro, wie das Amt für Statistik mitteilte. Die Auftragseingänge legten im gleichen Zeitraum um 44,9 Prozent auf 447,7 Millionen Euro zu. Durchschnittlich waren von Januar bis März 2011 monatlich 15.292 Personen im Brandenburger Baugewerbe beschäftigt, das entspricht einem Anstieg von 2,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2010. Die Zahl der Arbeitsstunden erhöhte sich um 35,5 Prozent auf 3,9 Millionen.

Gleichwohl droht in Brandenburg nach Ansicht des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) erneut eine Welle des Wohnungsleerstands. Bis 2016 könnte mehr als jede siebte Wohnung unbewohnt sein, sagte Vorstandsmitglied Maren Kern in Potsdam. Im vergangenen Jahr gab es für 31400 Wohnungen der BBU-Mitgliedsunternehmen keinen Mieter. Damit stand knapp jede zwölfte Wohnung leer.

Große Unterschiede gebe es zwischen dem Berliner Umland und weiter entfernten Regionen, wo die Leerstandsquote dreimal so hoch wie im sogenannten Speckgürtel war. So stand Ende 2010 etwa jede siebte Wohnung eines BBU-Unternehmens in Premnitz im Havelland leer, aber nur jede 37. in Teltow.

Jede leere Wohnung koste die Unternehmen im Schnitt 3500 Euro im Jahr, unter anderem für Maßnahmen zur baulichen Sicherung, sagte Kern. Trotz sinkender Nachfrage nach Mietwohnungen infolge des Rückgangs der Einwohnerzahl planten die Unternehmen immer weniger den Abriss von Häusern. Grund dafür seien Kürzungen bei den Mitteln für den Stadtumbau Ost durch den Bund, sagte Kern.dapd

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