Wirtschaft : Brandenburgs Sparkasse ist profitabel

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Berlin - Während andere Banken über hohe Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen klagen, kann die Mittelbrandenburgische Sparkasse (MBS) von der Schuldenkrise sogar profitieren. Das Institut hält vergleichsweise viele deutsche Staatsanleihen. Deren Wert ist im vergangenen Jahr stark gestiegen – so stark, dass die Belastung durch die wenigen griechischen Papiere in den Büchern mehr als ausgeglichen wurde. „Wir konnten unsere stillen Reserven sogar um 40 bis 50 Millionen Euro erhöhen“, sagte Johannes Werner, Vorstandsvorsitzender der MBS, am Montag bei der Bilanzpressekonferenz in Berlin.

Auch sonst steht das zweitgrößte Institut im Ostdeutschen Sparkassenverband (OSV) gut da. Das Ergebnis vor Steuern war mit 156,4 Millionen Euro gut 30 Millionen höher als im Vorjahr. Die Bilanzsumme legte um 2,6 Prozent auf 9,36 Milliarden Euro zu. Positiv hat sich vor allem das starke Immobiliengeschäft ausgewirkt. Das Institut hat Darlehen für 430 Millionen Euro neu zugesagt, das ist eine Steigerung von mehr als 20 Prozent. Dabei konnte die MBS vor allem durch die Nähe zu Berlin profitieren. „Es gibt verstärkt Anfragen von Kunden, die Immobilien in der Hauptstadt kaufen wollen“, sagte Werner. Während der Kundenkreditbestand um 12,7 Prozent stieg, legten die Einlagen allerdings nur um 1,6 Prozent auf knapp acht Milliarden Euro zu. Das liege vor allem „am harten Konditionenwettbewerb mit Banken aus dem europäischen Ausland“, sagte Werner.

Von der Berliner Weberbank, die die MBS 2009 von der WestLB übernommen hatte, bekommt das Institut für das vergangene Jahr zwischen fünf und zehn Millionen Euro überwiesen. Werner sagte, er sei „froh und dankbar“, dass die Privatbank jetzt zur MBS gehöre. Weitere Angaben wollte er zur Berliner Tochter aber nicht machen. Carla Neuhaus

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