Wirtschaft : Brauereien: Die größten Bierbrauer der Welt

Anheuser Busch

Der US-Brauer Anheuser Busch ist die mit Abstand größte Brauerei der Welt. Im vergangenen Jahr strömten rund 158 Millionen Hektoliter Bier aus den Anlagen des Konzerns. Das war mehr, als alle deutschen Brauhäuser zusammen (110 Millionen Hektoliter) produziert haben. Das Unternehmen aus St. Louis konnte seinen Reingewinn um zehn Prozent auf 1,55 Milliarden Dollar steigern. Der Gewinn je Aktie stieg um 15 Prozent auf 1,69 Dollar. Die Analysten von Morgan Stanley Dean Witter empfehlen die Aktie (Wertpapierkennnummer 865 178) zum Kauf. Anheuser verfüge über einen US-Marktanteil von 48 Prozent und sei in der Lage, noch weiter zu wachsen.

Heineken

Europas Marktführer kontrolliert fast ein Drittel des Biermarktes auf dem Kontinent. Zwar übetrafen die Niederländer bei Umsatz und Gewinn die Erwartungen der Analysten. Enttäuschend fiel indes der Ausblick aus: Heineken hat vor allem auf dem US-Markt Probleme. Der Brauer findet zu wenige Supermärkte als Vertriebspartner. In Deutschland hat sich Heineken nach dem Einstieg bei der Bayerischen Brau-Holding (Paulaner) eine hervorragende Marktposition. Die Analysten sind geteilter Meinung: Salomon Smith Barney bewertet die Aktie (WKN 851 289) als "Underperformer". Die Deutsche Bank meint: "Einer der sichersten Häfen im Markt."

Interbrew

Die belgische Interbrew, der drittgrößte Bierbrauer der Welt (76 Millionen Hektoliter), schaut sich nach dem Einstieg bei Diebels auf dem deutschen Markt um. Interesse hat der seit November 2000 an der Börse notierte Konzern bereits an der Beck & Co. geäußert. Experten rechnen damit, dass das Unternehmen mit seiner Ankündigung Ernst macht, "Chancen zur internationalen Ausweitung" zu nutzen. Morgan Stanley Dean Witter stuft die Aktien (WKN 590 932) als "Outperformer" ein. Der Kurs dümpele zwar zurzeit um gut zehn Prozent unter dem Emissionskurs von 33 Euro. Im Gegensatz zu seinen Konkurrenten sei das Papier aber günstig zu haben.

Holsten

Die Hamburger Brauerei (Holsten, König, Astra, Lübzer) ist nach einigen Zukäufen stark gewachsen, leidet aber zugleich unter dem rückläufigen Bierdurst der deutschen und europäischen Verbraucher. Insgesamt sank der Jahresüberschuss im Jahr 2000 um mehr als ein Drittel auf 11,8 Millionen Mark. Nach der Übernahme der Düsseldorfer König-Brauerei kletterte der Umsatz um 21,3 Prozent auf 2,3 Milliarden Mark. "Untergewichten" lautet das Anlageurteil von Independent Research. Die Aktie (WKN 608 100) sei unter Druck geraten, nachdem das Papier aus einigen europäischen Small-Cap-Fonds herausgefallen sei, zähle aber nach wie vor zu den Branchenfavoriten.

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