Brauereigewerbe : Warsteiner verlässt Deutschen Brauer-Bund

Dem Deutschen Brauer-Bund laufen die Mitglieder weg. Nach Deutschlands Biermarkt-Führer Radeberger tritt mit Warsteiner nun die zweite große Brauerei aus dem Verband aus.

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Kein Hoch auf die Gemütlichkeit: Nach Radeberger verlässt auch Warsteiner den Deutschen Brauer-Bund.Foto: ddp

WarsteinEin Sprecher von Warsteiner teilte mit, dass die Mitgliedschaft im Verband Rheinisch-Westfälischer Brauereien, einem der Landesverbände, fristgemäß zum 31. Dezember 2008 gekündigt worden sei. Damit folgt Warsteiner dem Beispiel der Privatbrauerei Radeberger, die im November ihren Ausstieg aus dem Deutschen Brauer-Bund bekanntgegeben hatte.

Kritik an Verbandsstrukturen

Der Schritt wurde unter anderem damit begründet, dass eine Reorganisation der Verbandsstrukturen ausgeblieben sei. Der Deutsche Brauer-Bund will im neuen Jahr auf die Radeberger Gruppe und Warsteiner zugehen und Gespräche führen.

"Ein Verband für Bier - das ist nach wie vor die Losung", sagte Hauptgeschäftsführer Peter Hahn in Berlin. Durch die Kündigungen werde die Interessenvertretung erheblich erschwert.

Warsteiner fordert Direktmitgliedschaft

"Wer sich nicht einbringt, schwächt nicht nur die Branche, sondern auch sich selbst", unterstrich Hahn. Erst im November hatte die Radeberger Gruppe mit einer ähnlichen Kritik wie Warsteiner ihren Austritt aus den Landesverbänden des Deutschen Brauer-Bundes bekanntgegeben.

Die Radeberger Gruppe und Warsteiner forderten eine Direktmitgliedschaft im Bundesverband. Mit Krombacher und der Oettinger Brauerei gehörten bislang schon zwei große deutsche Bierhersteller nicht dem Branchenverband an. mit dpa

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