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Brillen online kaufen : Durchblick aus dem Netz

11.11.2012 00:00 Uhrvon
Der Trend zur Zweitbrille. Mister-Spex-Gründer Dirk Graber setzt darauf, dass Kunden schneller ein neues Gestell kaufen.Bild vergrößern
Der Trend zur Zweitbrille. Mister-Spex-Gründer Dirk Graber setzt darauf, dass Kunden schneller ein neues Gestell kaufen. - Foto: Mister Spex

Noch dominieren Ketten wie Fielmann oder Apollo den Optiker-Markt. Brillen online kaufen wird immer mehr zum Trend - zum Beispiel beim Berliner Startup "Mister Spex" oder Brille24. Aber gefährdet fühlen sich die Ketten noch nicht - aus einem einfachen Grund.

Jedes Mal, wenn Dirk Graber mit seiner Frau einkaufen geht, muss er zu Fielmann, Apollo Optik oder einer anderen großen Optikerkette. Er bleibt nicht vor dem Schaufenster stehen, sondern geht in die Läden, betrachtet Brillengestelle, hört den Verkäufern zu, vergleicht die Preise. Jede Woche macht Graber das. Seine Frau, sagt er, sei schon etwas genervt davon. Die Verkäufer bei Fielmann oder Apollo Optik werden Graber für einen ganz normalen Kunden halten, schließlich trägt er selbst eine Brille, Typ randlos mit sportlichem Gestell.

Was sie nicht wissen: Dirk Graber ist Geschäftsführer von Mister Spex, er ist der neue Konkurrent aus dem Netz.

Zuerst waren es Ketten wie Fielmann oder Apollo Optik, die kleinere Optikerbetriebe verdrängten. Heute steht Fielmann an der Spitze, im vergangenen Jahr hat das Unternehmen mit 831 Millionen Euro deutschlandweit den höchsten Umsatz erzielt, gefolgt von Apollo Optik mit 405 Millionen Euro. Aber seit ein paar Jahren etablieren sich im Internet Konkurrenten wie Netzoptiker, Brille24 oder eben Mister Spex. Als Mister Spex im April 2008 online ging, wurde Dirk Graber von der Optikerbranche belächelt. Brillen online kaufen? Das würde nicht funktionieren. Auch die Investoren zweifelten. Und selbst Grabers Mutter verstand nicht, warum ihr Sohn einen hochbezahlten Beraterjob an den Nagel hängte und sich selbstständig machte.

Inzwischen wird Grabers Mutter beruhigt sein. 2011 setzte Mister Spex 17 Millionen Euro mit Brillen, Sonnenbrillen und Kontaktlinsen um. Vier Jahre nach der Gründung macht das Berliner Unternehmen den zweithöchsten Umsatz aller deutschen Onlinehändler, Brille24 ist die Nummer eins. Schwarze Zahlen schreibt Mister Spex noch nicht. Jederzeit, heißt es, könne man in Richtung schwarze Null optimieren, doch man habe sich entschieden, zu wachsen: Derzeit arbeitet Mister Spex mit 260 lokalen Optikern zusammen, dieses Servicenetzwerk soll ausgebaut werden. Auch soll das Unternehmen noch internationaler werden. Mister Spex gibt es bereits in Frankreich, Spanien, Großbritannien und Schweden.

2011 lag der Umsatz der Augenoptikerbranche bei fünf Milliarden Euro, ein Plus von 2,5 Prozent im Vergleich zu 2010. Die Umsatzsteigerung ist seit Jahren stabil, der Onlinehandel in der Zahl nicht enthalten. 11,1 Millionen Brillenfassungen wurden verkauft, davon rund 1,2 Prozent online. Der Brillenmarkt ist lukrativ: Etwa die Hälfte aller Deutschen trägt Kontaktlinsen oder eine Brille. Im Durchschnitt kaufen Brillenträger alle drei Jahre ein neues Modell. Wenn es nach Dirk Graber geht, soll diese Zeit kürzer werden: „Mehr als 35 Prozent der Kunden, die bei uns eine Brille kaufen, kaufen in den folgenden zwölf Monaten bereits die zweite“, sagt Graber.

Die Brille ist zu einem Modeaccessoire geworden. Viele Menschen besitzen inzwischen nicht mehr nur eine Brille, sondern gleich mehrere. Auch Graber. Er hat immer zwei Brillen, die er abwechselnd trägt, jedes Jahr kommt eine neue hinzu. Die Branche profitiert auch noch von einer anderen Veränderung: In einer alternden Gesellschaft tragen immer mehr Menschen immer länger eine Brille. Der Großteil der Mister-Spex-Kunden ist allerdings zwischen 20 und 40 Jahre alt. „Die sind modebewusst und internetaffin“, sagt Graber. Der Anteil von Männern und Frauen ist relativ ausgeglichen.

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