Wirtschaft : Briten scheitern mit Gleis-Privatisierung

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London (dpa). Nach sechs Jahren ist das britische Schienennetz wieder in der Hand eines nicht profitorientierten Unternehmens. Die Privatisierung dieses Bereichs des britischen Bahnverkehrs ist damit vorerst gescheitert. Die Aktiengesellschaft Railtrack, der bisher die 32 000 Kilometer Schienen, 2500 Bahnhöfe und 40 000 Brücken gehörten, war für eine Serie von schweren Zugunglücken verantwortlich gemacht worden. Sie habe die Sicherheit dem Profit untergeordnet, hieß es. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des neuen Schienennetz- Eigentümers Network Rail, Adrian Montague, sagte am Freitag im „Guardian“: „Network Rail unterscheidet sich grundsätzlich von Railtrack. Railtrack bemühte sich für seine Aktionäre um maximalen Profit. Wir richten uns nach den Interessen der (Bahn-)Branche und denen, die die Züge nutzen.“ Network Rail wird durch einen Überbrückungskredit in Höhe von neun Milliarden Pfund (14 Milliarden Euro) von neun Banken mit einer Garantie des britischen Staates finanziert.

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