Britische Firmen wollen umziehen : Yzer wirbt in London für den Standort Berlin

Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer reist nach London, um Firmen von Berlin zu überzeugen. Sollten sie nach dem Brexit umziehen wollen, soll Berlin erste Wahl ein.

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Panoramablick über Berlin.
Panoramablick über Berlin.Foto: Marco2811 Fotolia

Hunderte Briefe hat Cornelia Yzer (CDU) nach dem Brexit-Referendum verschickt. An britische Gründer und Unternehmer. Die Wirtschaftssenatorin will sie davon überzeugen, nach Berlin umzuziehen. Die deutsche Hauptstadt, so Yzers Ziel, soll ihnen als Erstes in den Sinn kommen, wenn sie darüber nachdenken, die Insel zu verlassen. Aus der Senatsverwaltung heißt es, das Feedback auf die Briefe sei sehr positiv gewesen. Es habe viele Nachfragen gegeben. Doch Yzer will noch mehr Überzeugungsarbeit leisten. Persönlich, in Einzelgesprächen. Wie der Tagesspiegel erfuhr, fliegt die Senatorin deshalb am Sonntagabend nach London. Am Montag wird sie in der britischen Hauptstadt mehrere Gespräche mit Firmenchefs führen. Darunter sind sowohl Vertreter von Start-ups als auch von größeren Firmen.

Vor allem Fintechs sollen nach Berlin umziehen

Eine Gruppe will Yzer dabei besonders für Berlin begeistern: die Fintechs – also Start-ups, die Finanzdienstleistungen fürs Netz entwickeln. Von ihnen gibt es schon jetzt viele in Berlin.

Cornelia Yzer will Gründer aus Berlin nach London locken.
Cornelia Yzer will Gründer aus Berlin nach London locken.Foto: Doris Spiekermann-Klaas

Wie für Banken könnte auch für sie ein Hauptsitz in London und damit möglicherweise bald außerhalb der EU zum Nachteil werden. Auf einer großen Branchenveranstaltung, der London Fintech Week, hofft Yzer deshalb, den ein oder anderen Gründer von Berlin überzeugen zu können. Denn die Konkurrenz ist groß: Auch Paris, Luxemburg und Amsterdam umwerben die Start-ups.

„Accelerate your growth – in Berlin“, hat Yzer ihren Vortrag daher überschrieben. Ihre Botschaft: Wer als Start-up wachsen will, soll in die Hauptstadt kommen. Unterstützung bekommt Yzer dabei in London von zwei Vertretern aus der Berliner Gründerszene. Auch die Investitionsbank Berlin und die Wirtschaftsförderung Berlin Partner schicken jemanden mit an die Themse.

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