Wirtschaft : Britische Konkurrenz für Direktversicherer

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Der drittgrößte britische Lebensversicherer, die Legal and General, drängt mit Fondspolicen in den deutschen Markt. Vor allem mit extrem geringen Kosten und hoher Transparenz wollen die Briten von ihrer Niederlassung Köln aus werben. Der Verkauf soll zunächst ausschließlich direkt erfolgen, also per Telefon und Internet (www.legalundgeneral.de). In Großbritannien würden so schon 15 Prozent des Neugeschäfts erreicht.

"In zwei bis drei Jahren" will Legal and General in die Spitzengruppe der Direktversicherer in Deutschland aufsteigen, hieß es gestern in Köln. Das bedeutet eine Kampfansage an Unternehmen wie Cosmos oder Europa. Konkrete Planzahlen wurden aber nicht genannt, weder zu den Investitionen ("erheblich"), noch zu Marktzielen.

Die Legal and General erzielte im vergangenen Jahr einen Gesamtumsatz von 801 Millionen Pfund, davon 710 Millionen auf dem Heimatmarkt. In Deutschland sieht Christopher Hatry, Direktor für das internationale Geschäft, noch einen erheblichen Nachholbedarf bei der privaten Altersvorsorge. Bislang hat es allerdings noch kein britischer Versicherer geschafft, in Deutschland nennenswerte Marktanteile zu erreichen. Die Legal and General schreckt das nicht ab: "Wir haben einen langen Atem."

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