Wirtschaft : Britische Regierung legt Euro-Fahrplan vor

LONDON (AFP/rtr).Die britische Regierung will im Januar einen detaillierten Fahrplan für die praktischen Schritte zur Einführung des Euro in Großbritannien vorlegen.Das kündigte Schatzkanzler Gordon Brown am Montag in einer Rede an, die in der Presse des Landes in Auszügen vorab veröffentlicht wurde.Die britische Strategie sei, sich auf die Einführung der gemeinsamen Währung vorzubereiten und anschließend zu entscheiden, betonte Brown in der Ansprache, die er im Laufe des Tages vor der Vereinigung der britischen Industrie in Birmingham halten wollte.Die Regierung habe sich erstmals grundsätzlich auf die Europäische Währungsunion festgelegt.Eine Entscheidung solle durch eine Volksabstimmung zu Beginn der kommenden Legislaturperiode untermauert werden.Die neue Initiative solle eine schnellere Gangart auf dem Weg des Vereinigten Königreiches zur Euro-Währung zeigen, betonte Brown.In wenigen Wochen solle bereits ein Umstellungsplan vorliegen, mit dem die Bürger des Vereinigten Königreiches auf die Auswirkungen der Euro-Einführung vorbereitet werden sollen.Der konkrete Plan gilt unter Beobachtern als Beleg für die Haltung der Labour Regierung, daß Großbritannien nicht lange außen vor bleiben kann, wenn der Euro Erfolg hat.Die nächste Parlamentswahl steht Mitte 2002 an.Die Regierung will in der Lage sein, der EWU zu Beginn der nächsten Legislaturperiode beizutreten.

Der Euro wird im Januar als Buchgeld in elf Ländern eingeführt: Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Belgien, Niederlande und Luxemburg sowie Spanien, Portugal, Irland und Finnland.Banknoten und Münzen folgen im Januar 2002 und ersetzen dann die nationalen Währung völlig; ab März 2002 soll in Deutschland die D-Mark weitestgehend verschwinden.

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