Wirtschaft : British Airways baut um: Billigflugtochter Go wird verkauft / Gewinn rückläufig

British Airways (BA) verkauft seine Billigflug-Linie Go. Gleichzeitig teilte die britische Fluggesellschaft am Montag mit, dass der Vorsteuergewinn der BA im Sechsmonatszeitraum April/September auf 150 Millionen Pfund (495 Millionen Mark) nach 240 Millionen Pfund in der gleichen Zeit des Vorjahres zurückging. Seit einigen Jahren kämpft BA bereits mit rückläufigen Gewinnen. Im dritten Quartal 2000 hätte sich das Geschäft jedoch deutlich positiver entwickelt. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum habe sich der Gewinn auf 200 Millionen Pfund verfünffacht. Auch der Umsatz sei um 5,8 Prozent auf 2,5 Milliarden Pfund gesteigert worden. Die Neuausrichtung beginne zu greifen, sagte BA-Chef Rod Eddington. Die Londoner Börse reagierte mit einem Kurssprung bei BA-Aktien um mehr als acht Prozent.

Eddington begründete den Verkauf von Go damit, dass BA auf dem Billigmarkt nicht zu Hause sei. "BA ist eine Fluggesellschaft mit vollem Service. Das ist das Geschäft, das wir am Besten verstehen. Go ist wirklich eine tolle Fluggesellschaft - aber sie operiert auf dem Billigmarkt, und das ist keine Sparte, die uns von Natur aus liegt." BA bleibt nach eigenen Worten "zuversichtlich", dass seine Concorde-Maschinen von der britischen Luftfahrtbehörde bald wieder als sicher eingestuft werden. Die Flüge würden dann "so schnell wie möglich" wieder aufgenommen. Zu den gescheiterten Übernahmeverhandlungen mit der niederländischen Fluggesellschaft KLM sagte Eddington, die Gespräche seien weit fortgeschritten gewesen. Es sei aber nicht möglich gewesen, in allen Punkten eine Einigung zu erzielen. Dabei sei es auch um internationale Luftfahrtverträge und Wettbewerbsfragen gegangen.

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