Wirtschaft : British Beef kommt scheibchenweise

LEDBURY (AFP). Nach dem Ende des BSE-Bannes darf britisches Rindfleisch zwar vom 1. August an wieder in die EU exportiert werden, doch dürfte zunächst nur ein Bruchteil der früheren Menge auf die Exportmärkte gelangen. "Für das erste Jahr planen wir eine Ausfuhr von 5000 Tonnen Rindfleisch - zwei Prozent von dem, was wir vor der BSE-Krise exportiert haben", sagte der Vorsitzende des Verbandes britischer Fleischproduzenten MLC, Donald Curry. Im kommenden Jahr hofft der Verband auf einen Export von 15 000 bis 20 000 Tonnen ins europäische Ausland. Vor dem Ausfuhrverbot vom März 1996 exportierte die britische Insel 246 000 Tonnen Rindfleisch. Wegen der Skepsis der europäischen Verbraucher sehen die Produzenten ihre Chance vor allem in Gaststätten. "Das angebotene britische Rindfleisch wird hochwertig und teuer sein, deshalb kommt es vor allem für diesen Bereich in Frage", sagt Rémi Fourrier, Vertreter des britischen Fleischverbandes in Frankreich. Mengenmäßig wird das Angebot indes aber wohl auch deswegen dürftig bleiben, weil sich die Produzenten und Großhandel noch nicht auf den Neuexport eingestellt haben. Bisher hat erst ein einziges britisches Schlachthaus die nötigen Investitionen getätigt, um den hygienischen Standards der EU zu genügen.

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