Wirtschaft : British Telecom und AT & T: Telekommunikationsunternehmen verhandeln über eine Fusion

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Die British Telecom (BT) verhandelt mit dem US-amerikanischen Telekommunikationsunternehmen AT & T Corp. über eine transatlantische Fusion, wie das "Wall Street Journal" berichtet. AT & T-Chef Michael Armstrong und BT-Chef Peter Bonfield haben nach Darstellung der Zeitung die Idee einer Fusion während ihrer regulären Concert-Treffen diskutiert. Concert ist das Joint Venture beider Firmen, das Großunternehmen in aller Welt Telefon- und Datendienste anbietet.

Es habe jedoch keine formellen Fusionsgespräche gegeben. Weder Investmentbanken noch Aufsichtsräte der Firmen seien eingeschaltet worden. Bonfield erklärte der Zeitung zwar, die beiden Gesellschaften hätten "keine Diskussionen" gehabt. Auf die Frage aber, ob er eine Fusion zwischen AT & T und British Telecom ausschließe, sagte er: "Ich bin sehr aufgeschlossen."

Sollte es zu einem Zusammenschluss kommen, würde ein transatlantischer Telefongigant mit einem Umsatz von rund 96 Milliarden Dollar, 297 000 Beschäftigten und einem Börsenwert von 185 Milliarden Dollar entstehen. Es wäre eine der weltgrößten Festnetz-Telefongesellschaften und mit 26 Millionen Kunden, der drittgrößte Mobilfunkanbieter der Welt. Die Gesellschaft wäre auch der global führende Anbieter von Telefon- und Datendiensten für Großkonzerne.

AT & T und British Telecom kämpfen in ihren heimischen Märkten mit immer aggressiveren Konkurrenten, und das reguläre Telefongeschäft steht unter scharfem Preisdruck. Die BT wird Anfang 2001 vom Energiekonzern Eon 45 Prozent der Anteile an Viag Interkom für gut 14 Milliarden Mark übernehmen. Das britische Unternehmen hält bereits 45 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen. Fusionsverhandlungen der britischen Telefongesellschaft mit der spanischen Telefónica waren in diesem Jahr geplatzt.

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