Wirtschaft : Brown: Rover hat zu schlechte Produktivität

LONDON (dpa).Der britische Schatzkanzler Gordon Brown hält unzureichende Produktivität und nicht die Stärke des britischen Pfundes für den wahren Grund für die schlechte Lage beim Autohersteller Rover.Die BMW-Tochter hatte am Donnerstag angekündigt, in vier britischen Werken 1500 Stellen abzubauen.Rover beschäftigt in Großbritannien 39 000 Mitarbeiter.Als Grund für den Abbau nannte Rover das starke Pfund.In einem Interview der "Financial Times" sagte Brown am Freitag: "Es kann keinen Zweifel daran geben, daß die Produktivität hier ein Problem ist."

Brown, dessen Hochzinspolitik von der britischen Exportwirtschaft für die Überbewertung des Pfundes und damit verbundenen Geschäftsverlusten verantwortlich gemacht wird, forderte die Wirtschaft auf, der "Produktivitätslücke" Großbritanniens im Vergleich mit seinen Konkurrenten ins Auge zu sehen."Wenn wir das nicht tun, werden wir es als Nation nicht schaffen, den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen", sagte der Schatzkanzler.

Walter Hasselkus, der Vorstandsvorsitzende der Rover-Gruppe, hatte die geplante Kürzung des Mitarbeiterstabs mit dem 30-prozentigen Anstieg des Pfundwertes im Verlauf der vergangenen zwei Jahre begründet.Trotz eines Anstiegs bei Umsatz und Produktion habe es aufgrund der Währungsentwicklung Einbußen im Exportgeschäft gegeben.

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