Wirtschaft : Brüssel greift deutsches Geschäftsmodell an

-

Die Struktur der Deutschen Börse als Vollanbieter mit Handel und nachgeordnetem Geschäft mit Abwicklung und Verrechnung bietet nach Ansicht der EU-Kommission „Mittel und Anreiz“ zur Verhinderung des freien Wettbewerbs in der Branche. Zu diesem Schluss kommt eine am Dienstag in Brüssel veröffentlichte Studie aus der Behörde von EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy. In dem Papier wird eine gesetzliche Regelung auf EU-Ebene nicht angesprochen, die McCreevy angedroht hatte. In der EU koste eine grenzüberschreitende Abwicklung bis zu sechs Mal so viel wie eine inländische. Die Mehrkosten für Investoren betragen pro Jahr bis zu fünf Milliarden Euro, berichtet die Studie. Der CDU-Europaparlamentarier Werner Langen warnte McCreevy vor Einseitigkeit . Paris nutze die Überlegungen der Kommission zur einer möglichen Trennung von Aktienhandel und nachgelagertem Geschäft, um die Deutsche Börse zu schwächen , sag- te der Finanzexperte. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben