Wirtschaft : Bruttoinlandsprodukt: Europas Wirtschaft holt auf

Nach der deutlichen Abkühlung der US-Wirtschaft haben die Europäer nun beim Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts gleichgezogen: Sowohl in der Euro-Zone als auch den EU 15-Staaten und den USA stieg das BIP im dritten Quartal 2000 um 0,7 Prozent gegenüber dem zweiten Vierteljahr 2000. Allerdings berichtete das Statistische Amt der EU, Eurostat, am Dienstag in Luxemburg auch, dass die USA im Vorjahresvergleich nach wie vor deutlich besser dastehen. Die ersten Schätzungen von Eurostat für das dritte Quartal gehen sowohl für die Euro-Zone als auch für die EU 15-Staaten ein Plus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal aus. Für die USA haben die Statistiker dagegen einen Zuwachs von 5,3 Prozent ausgerechnet.

In den USA war aber Ende November ein BIP von 2,4 Prozent für das dritte Quartal bekannt gegeben worden. Der krasse Unterschied ergibt sich aus verschiedenen Berechnungsmethoden: In Europa wird der Zuwachs gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres gemessen. In den USA wird dagegen eine Jahresrate veröffentlicht. Das Abflauen der US-Wirtschaft wird an den neuen Zahlen deutlich: Gab es im vierten Quartal 1999 noch einen Zuwachs gegenüber dem Vorquartal 1999 um zwei Prozent, schrumpfte dieser im ersten Vierteljahr 2000 auf 1,2 Prozent, legte dann wieder auf 1,4 Prozent zu und sackte schließlich auf 0,7 Prozent im dritten Quartal ab.

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