Wirtschaft : Buchmesse als Jobbörse

Auf der Frankfurter Buchmesse (6. bis 10. Oktober) gibt es nicht nur viel zu lesen – sie ist für angehende Verlagsleute auch eine gute Gelegenheit, um Kontakte zu knüpfen. Das gilt in diesem Jahr besonders für Fachleute, die sich mit den neuen Medien auskennen. Denn diese stehen immer mehr im Mittelpunkt. Netzwerken könnten daher nicht nur Bewerber, die etwa Lektor in einem Buchverlag werden wollen, erläuterte Messe-Sprecherin Nina Klein. Auch Fachkräfte mit „technologischem Know-how“ könnten potenzielle Arbeitgeber treffen.

Die Digitalisierung in der Buchbranche sei ein Schwerpunkt der Messe 2010, sagte Klein. Das eröffne zum einen Schulabgängern die Chance, sich am Wochenende über Berufe jenseits des klassischen Buchgewerbes zu informieren. Zum anderen fänden Medienmacher aus diesen Bereichen während der Fachbesuchertage (6. bis 8. Oktober) eine Plattform, um mit Personalern ins Gespräch zu kommen. So bringt die Initiative „Frankfurt Sparks“ Leute aus der Verlagswelt, Technologiebranche und Internetkultur zusammen. Angesprochen seien etwa Programmierer für mobile Anwendungen auf dem Smartphone, Entwickler, die sich mit Web-2.0-Anwendungen wie Blogs auskennen, und Fachleute für multimedial aufbereitete E-Books.

Einen festgelegten Stand als Anlaufstelle gibt es auf der Messe nicht. Stattdessen seien die passenden Veranstaltungen über die Hallen verstreut. Einfach mit der Bewerbungsmappe zum Stand eines Verlags zu gehen, bringt aber nicht unbedingt etwas. Am besten sollten Bewerber vorher Termine ausmachen, rät Klein. Bei Ausstellern aus den neueren Bereichen der Messe sei es eventuell leichter, noch ein Gespräch zu vereinbaren als mit traditionellen Verlagen. Die Ansprechpartner können Besucher im Netzwerk-Tool „Who’s who“ auf der Seite www.buchmesse.de recherchieren. dpa

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