Wirtschaft : Buderus wehrt sich gegen Übernahme Keine Gespräche mit Bosch

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Frankfurt (Main) (rtr). Der Heiztechnikkonzern Buderus hat möglichen Übernahmeinteressenten erneut eine deutliche Absage erteilt. Als eigenständiges Unternehmen habe Buderus bessere Wachstumschancen, bekräftigte der Vorstandsvorsitzende Uwe Lüders am Mittwoch in Frankfurt. Der Autozulieferer Robert Bosch hatte Anfang des Monats seine Anteil an Buderus auf 13,25 Prozent aufgestockt. Bosch zeigte bereits vor rund einem Jahr Interesse an Buderus, gab das Vorhaben jedoch zunächst unter anderem wegen des Widerstands aus dem Management auf. Der Baukonzern Bilfinger Berger ist ebenfalls BuderusAktionär, führt aber nach eigenen Angaben derzeit keine Gespräche über den Verkauf seines 30-Prozent-Anteils.

Buderus-Chef Lüders will das Unternehmen über inneres Wachstum sowie Firmenzukäufe zur Nummer Eins auf dem europäischen Heizkessel-Markt ausbauen. „Wir glauben, dass wir das als eigenständiges Unternehmen am besten erreichen können." Auf jeden Fall habe Buderus mit Bosch bislang keine Gespräche geführt, unterstrich Lüders. Buderus hatte bereits am Dienstagabend vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2002 veröffentlicht, denen zufolge der Umsatz um vier Prozent auf 1,86 Milliarden Euro und der Vorsteuergewinn um 13 Prozent auf 162 Millionen Euro sanken. Netto dürfte der Rückgang allerdings etwas schwächer ausgefallen sein als vor Steuern, sagte der Vorstandschef. Deshalb werde er wieder eine „attraktive Dividende“ vorschlagen.

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