Wirtschaft : buecher.de: Aktionäre kritisieren Vorstand

Die Kleinaktionäre haben den Vorstand des Internet-Buchhändlers buecher.de auf der Hauptversammlung scharf kritisiert. Die Talfahrt des Aktienkurses am Neuen Markt in den vergangenen Monaten sei wesentlich drastischer ausgefallen als bei der Konkurrenz. "Wo ist hier noch die Erfolgsstory", fragte Michael Leipold von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) am Montag in München. Es sei fraglich, ob es sinnvoll sei, künftig in das Unternehmen zu investieren.

Unter dem neuen Namen mediantis AG will buecher.de künftig die internationale Expansion vorantreiben und wieder zum Börsenliebling werden. Die Aktionäre beschlossen die Umbenennung mit großer Mehrheit. Die buecher.de-Aktie war Mitte 1999 für 19 Euro ausgegeben worden. Nach einem Höchststand von mehr als 45 Euro kurz nach der Emission setzte der Sinkflug ein. Am Montag kletterte der Kurs um zwischenzeitlich um 2,4 Prozent auf 10,85 Euro.

Trotz einer Verfünffachung des Umsatzes auf 17,1 Millionen Mark schrieb das Unternehmen im ersten Halbjahr weiter rote Zahlen. Der operative Verlust betrug 12,2 Millionen Mark. Auf Grund des positiven Finanzergebnisses verblieb ein Verlust von nur 4,7 Millionen Mark. Im Gesamtjahr 2000 wird ein Umsatz von 45 Millionen Mark erwartet nach 16,4 Millionen im Jahr 1999. Der Konzern beschäftigt derzeit rund 90 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist eigenen Angaben zufolge mit rund 580 000 Kunden die Nummer zwei im deutschen Online-Buch- und Musikhandel. Die Internet-Adresse buecher.de bleibt erhalten.

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