Wirtschaft : Build-IT: Die Bau-Messe feiert in Berlin ihr Richtfest

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Das Internet verbindet - nicht nur die Welt, sondern auch Politik, Gewerkschaft und Arbeitgeber in der Baubranche. "Das Internet ist für das Bauwesen kein Problem, sondern eine Chance, Substitutionspotenzial in Wachstumpotenzial umzukehren", sagte Dieter Rappert, Vizepräsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, bei der Eröffnung der neuen Bau-Messe Build-IT am Mittwoch in Berlin. Eine technologische Offensive zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit werde auch von der IG Bau unterstützt, erklärte der Bundesvorsitzende Klaus Wiesehügel.

Auf der Build-IT, die unter der Schirmherrschaft von Wirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) steht, präsentieren 126 Aussteller erstmals unter einem Dach ihre Dienstleistungen für den Informations- und Kommunikationssektor (IT) im Bauwesen. Gerade bei Bauprojekten ist der Kommunikationsbedarf extrem hoch. Jetzt ermöglichen es internetgestützte Bauplattformen, dass räumlich verteilte Planungsgemeinschaften in virtuellen Projektbüros zeitgleich miteinander kooperieren. So können alle Beteiligten via Internet auf die neueste Version des Bauplans zugreifen und Fehler durch nicht abgeglichene Planungsstände vermeiden. Auch Online-Portale wie "mycon" oder "baunet", die neben Brancheninformationen auch Auftragsdatenbanken enthalten und als virtueller Marktplatz fungieren, verkünden den Einzug des IT-Zeitalters im Bau. Schon heute werden hier mehr Ausschreibungen online abgewickelt als es in anderen Branchen der Fall ist. "Vor allem werden Tools benötigt, die leicht handhabbar sind", betonte Arndt Frauenrath, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes.

Siegmar Mosdorf (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär, im Bundeswirtschaftsministerium stellte auf der Build-IT das Projekt "Multimedia-Arbeitsplatz der Zukunft - MAP" vor. Ziel ist der mobile vernetzte digitale Assistent im Taschenformat.

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