Wirtschaft : Bund und Land helfen Werften

Millionen für Standorte in Stralsund und Wolgast

afro

Schwerin - Die zur Bremer Hegemann-Gruppe gehörenden Werften in Stralsund und Wolgast stecken nach Angaben der Schweriner Landesregierung in „ernsthaften Liquiditätsproblemen“. Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) wollte jedoch nicht das Gerücht bestätigen, wonach die Werften mit 2000 Mitarbeitern 70 Millionen Euro brauchen. Hegemann selbst wollte sich nicht äußern. Schwerin und der Bund sind bereit, den Werften mit einem zweistelligen Millionenbetrag zu helfen. Voraussetzung ist allerdings, dass Hegemann endlich einen Sanierungsplan vorlegt, der von den Banken akzeptiert wird.

Für dieses Versäumnis machte Schwerin in ungewöhnlich offener Form das Management bei Hegemann verantwortlich. Vorstandschef ist dort der scheidende SPD-Bundestagsabgeordnete Volker Kröning. Hegemann wurde nahegelegt, das Sanierungskonzept von einem Berater erstellen zu lassen und einen Sanierungsbeauftragten zu holen.

Nach Ansicht von Wirtschaftsminister Seidel (CDU) sind die Unternehmen in Stralsund und Wolgast „sanierungsfähig“. Im Gegensatz zu anderen deutschen Werften holten sie im vergangenen Jahr 15 neue Aufträge herein. Schwerin und der Bund haben zugesagt, die Finanzierung des Baus dieser Schiffe mit bis zu 280 Millionen Euro zu verbürgen. Zur Hegemann-Gruppe gehören 25 Unternehmen, darunter die Stern und Kreisschifffahrt in Berlin.

Mecklenburg-Vorpommern hatte erst vor einem Monat die Insolvenz der Wadan-Werften in Wismar und Rostock mit einem blauen Auge überstanden. Sie wurden an den russischen Investor Igor Jussufow verkauft. afro

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