BUND WARNT BAHN : Börsengeld soll im Inland bleiben

Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) will der Deutschen Bahn vorschreiben, dass sie die Einnahmen aus dem Börsengang nicht für Unternehmenszukäufe im Ausland verwenden darf. „Die Gelder, die wir jetzt erlösen, sollen in Deutschland angewendet werden“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in Berlin. Die Bundesregierung erwarte, dass die Bahn zwei Drittel der Erlöse allein in die Sanierung von Schienen und Bahnhöfen sowie den Lärmschutz investiere. Der Bund als Eigentümer werde zwar keine formale Weisung aussprechen, sagte Tiefensee. Der Vorstand sei aber gut beraten, die Erwartung des Bundes sehr ernst zu nehmen und umzusetzen. Das letzte Drittel der Erlöse soll dem Haushalt zugute kommen.

Bahn-Chef Hartmut Mehdorn wollte sich dagegen mit dem Börsengang vor allem das nötige Geld verschaffen, um im Ausland Firmen zuzukaufen. Tiefensee zufolge muss er nun lediglich umschichten, denn die Investitionen in Schienen und Bahnhöfe wären ohnehin fällig geworden. Ursprünglich sollte jeweils ein Drittel der Einnahmen ins Schienennetz und für Zukäufe ins Eigenkapital der Bahn fließen. Der Börsengang soll insgesamt vier bis acht Milliarden Euro einbringen. brö

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