Wirtschaft : Bundesland Niedersachsen: VW-Großaktionär dementiert Allianz - Kooperation mit Ford nicht aktuell

Der Großaktionär der Volkswagen AG, das Bundesland Niedersachsen, hat einen Zeitungsbericht über eine Kooperation mit dem US-Automobilhersteller Ford zurückgewiesen. "Da ist nichts dran. Wäre irgendetwas an dem Bericht dran, dann müsste die Landesregierung als Großaktionärin teilhaben", sagte ein Regierungsprecher am Montag. Das Land Niedersachsen hält eine Beteiligung von knapp 20 Prozent an Volkswagen. Weder Ford noch VW wollten den Bericht kommentieren. Die "Welt am Sonntag" hatte berichtet, dass der US-Autobauer an einer strategischen Partnerschaft mit Volkswagen und einer Beteiligung an dem Wolfsburger Konzern interessiert sei. VW wisse von den Ford-Erwägungen noch nichts, hieß es weiter. Eine Zusammenarbeit zwischen Ford und VW wäre die Antwort auf die Allianz, die der US-Autokonzern General Motors im Frühjahr mit dem italienischen Autoproduzenten Fiat eingegangen war, schrieb die Zeitung weiter. Obwohl Händler den Zeitungsbericht für nur wenig fundiert hielten, wies die VW-Aktie am Montag einen deutlichen höheren Kursgewinn als der Marktdurchschnitt aus.

VW-Aktionäre hatten bei der Hauptversammlung im Mai kritisiert, der Kurs der VW-Anteile sei zu niedrig und könne den Konzern zu einem Übernahme-Kandidaten machen. Ein Investmentfonds-Manager hatte gesagt, das Unternehmen sei mit einer Marktkapitalisierung von damals 18 Milliarden Euro zu einem Leichtgewicht an der Börse geworden. Automobilanalystin Pia Christine Schulze von der Münchener Privatbank Merck Finck sagte, sie halte es für unwahrscheinlich, dass die zwei Konzerne an einer möglichen Überkreuzbeteiligung interessiert seien. Sie könnte sich aber eine Art Kooperation im technischen oder im Zulieferbereich vorstellen.

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