Bundesnetzagentur : E-Plus und O2 könnten Frequenzen verlieren

Wenn die Fusion von O2 und E-Plus gelingt, entsteht der größte Mobilfunkanbieter in Deutschland. Ob die beiden ihre Netze uneingeschränkt weiter nutzen können, ist unklar. Die Telekom hat damit bereits Erfahrung.

Gemeinsam Nummer eins. Durch die Fusion würden sich E-Plus und O2 vor die Deutsche Telekom und Vodafone setzen.
Gemeinsam Nummer eins. Durch die Fusion würden sich E-Plus und O2 vor die Deutsche Telekom und Vodafone setzen.Foto: Reuters

Den Mobilfunkern E-Plus und Telefonica Deutschland (O2) droht einem Bericht zufolge bei ihrer geplanten Fusion der Verlust wertvoller Frequenzen. GSM- und UMTS-Lizenzen seien an die „wettbewerbliche Unabhängigkeit geknüpft, zitierte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ aus einem Brief der Bundesnetzagentur an die beiden Mobilfunkanbieter. „Im äußersten Fall kann die Bundesnetzagentur das durch einen Widerruf der betroffenen Frequenzzuteilung durchsetzen“, schrieb die Bundesnetzagentur. E-Plus und O2 hatten kürzlich ihren Zusammenschluss angekündigt.

Ein E-Plus-Sprecher bestätigte der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX den Eingang eines Briefes der Netzagentur. Die Gespräche mit der Netzagentur stünden aber noch ganz am Anfang, sagte er.

Die Deutsche Telekom ruft bereits nach dem Regulierer. „Sollte es zu dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen kommen, gäbe es ein massives Ungleichgewicht bei den Frequenzen oberhalb von 1000 Megahertz“, sagte ein Telekom-Sprecher der Zeitung.

Nun macht die Netzagentur Druck. Möglichst innerhalb von zwei Wochen sollen sich die beiden Unternehmen zu ihrer angestrebten Frequenzausstattung äußern.

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In einem vergleichbaren Fall ist es dem Bericht zufolge ebenfalls so gelaufen. Als die Deutsche Telekom ihr Mobilfunkgeschäft in Großbritannien mit France Telecom zusammenlegte, widerriefen die britischen Behörden einen Teil der Frequenzen, um sie an die Konkurrenten zu versteigern. (dpa)

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