Wirtschaft : Bush schaltet sich in Arbeitskampf ein

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Washington/San Francisco (dpa). US-Präsident George W. Bush wird möglicherweise die Öffnung der seit mehr als einer Woche bestreikten Seehäfen an der amerikanischen Westküste anordnen. Nach dem Abbruch der Tarifgespräche zwischen der Hafenarbeitergewerkschaft ILWU und den Hafenbetreibern und Reedereien soll ihm ein Ausschuss am Dienstag eine Begründung dafür liefern, nach dem so genannten „Taft-Hartley- Gesetz“ eine Abkühlungsperiode von 80 Tagen zu verhängen und die Tarifpartner an den Verhandlungstisch zurückzubringen. Bush handelte nach Angaben seines Sprechers Ari Fleischer „aus Sorge um Wirtschaft und Arbeitsplätze“. Das Gesetz erlaubt es dem Regierungschef, Streik- oder Aussperrungsunterbrechungen anzuordnen, falls die US-Wirtschaft schwer gefährdet ist. Es liegen inzwischen mehr als 200 Schiffe voll beladen vor den Häfen der Westküste vor Anker. Die Kosten des Tarifkonflikts werden von Experten auf täglich zwei Milliarden Dollar geschätzt.

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