Wirtschaft : BvS bringt dem Bund gut zehn Milliarden

Einnahmen übertreffen Ausgaben BERLIN (ADN/HB).Die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS) hat nach Informationen des Handelsblatts den Bundeshaushalt in den Jahren 1995 bis 1998 um rund 11,5 Mrd.DM entlastet.Das geht aus dem im Verwaltungsrat der Treuhandnachfolgerin behandelten Wirtschafts- und Finanzplan hervor.Ursache waren hohe Abführungen an den Bund und niedrigere Defizite, die der Bund andernfalls hätte decken müssen.1997 erwirtschaftete die BvS einen Einnahmeüberschuß von rund 1,9 Mrd.DM. Auch im vergangenen Jahr hat die in Berlin ansässige Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben mehr eingenommen als ausgegeben.Wie BVS-Verwaltungsratsvorsitzender Joachim Grünewald am Donnerstag in Berlin unter Berufung auf vorläufige Zahlen mitteilte, wurde ein Einnahmeüberschuß von 1,684 Mrd.DM registriert.Allerdings sei in einigen Bereichen weit weniger ausgegeben worden als ursprünglich geplant. Der Einnahmeüberschuß werde in voller Höhe in den Wirtschaftsplan 1998 als Einnahme eingestellt und solle weitestgehend der Vorsorge für Maßnahmen dienen, die 1997 in die Folgejahre verschoben wurden, erklärte Grünewald am Donnerstag.Unter Berücksichtigung der geplanten Zuwendung des Bundes in Höhe von rund 370 Mill.DM im Wirtschaftsplan 1998 sei damit gesichert, daß die Bundesanstalt auch dieses Jahr ihre Aufgaben erfüllen könne. Die Einnahmen beliefen sich auf 6,396 Mrd.DM.Geplant waren 6,454 Mrd.DM.Ausgegeben wurden 4,712 Mrd.DM.Die Minderausgaben in den Bereichen Rest-Chemie, Reprivatisierung, Abwicklung und Umwelt-Altlasten beruhen den Angaben zufolge "überwiegend auf zeitlichen Verschiebungen in Folgejahre sowie auf aktuelleren Erkenntnissen in der Abarbeitung der ursprünglich berücksichtigten Risiken".

Mehr lesen? Jetzt gratis E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar