Wirtschaft : BWM kündigt Verträge mit Rolls-Royce

MÜNCHEN (AFP).Nachdem Volkswagen als Sieger aus dem Übernahmepoker um Rolls-Royce hervorgegangen ist, hat der Münchner Autobauer BMW wie angekündigt seine Lieferverträge mit dem britischen Luxuswagenhersteller gekündigt.Die Lieferungen von Motoren und Komponenten an Rolls-Royce würden in genau einem Jahr eingestellt, teilten die Bayerischen Motorenwerke am Donnerstag in München mit.Nach einem monatelangen Bieteverfahren hatte der BMW-Konkurrent Volkswagen vom Rolls-Royce-Mutterhaus Vickers den Zuschlag zum Kauf des britischen Luxusautoherstellers bekommmen.Vickers und VW legten den Kaufpreis am Freitag vergangener Woche mit 479 Millionen Pfund (umgerechnet etwa 1,44 Mrd.DM) fest.BMW hatte lediglich 340 Mill.Pfund geboten.

Volkswagen habe mit zahlreichen Erklärungen immer wieder betont, daß der Ersatz der Lieferungen von BMW in der vertraglich vorgegebenen Frist sichergestellt sei, erkärte BMW am Donnerstag zur Begründung.Das Unternehmen gehe daher davon aus, daß die Fortführung der Produktion und die Beschäftigung in dem Rolls-Royce-Werk in Crewe auch über den 9.Juli 1999 hinaus gesichert sei.BMW übermittelte die Kündigung nach eigenen Angaben am Donnerstag sowohl Rolls-Royce als auch dem neuen Mutterhaus Volkswagen.

BMW liefert derzeit nach eigenen Angaben rund 30 Prozent der Bauteile für Rolls-Royce Motor Cars, darunter auch den Motor für das neue Modell Silver Seraph.Volkswagen hatte während des Übernahmepokers erklärt, im Falle einer Kündigung der Lieferverträge solle der Motorenhersteller Cosworth die neuen Motoren liefern.Inzwischen wurde der Kauf von Cosworth durch die VW-Tochter Audi perfekt gemacht.BMW hatte früher erklärt, im Falle einer Übernahme von Rolls-Royce durch VW müsse es seine Lieferungen stoppen, um dem Konkurrenten keine Hochtechnologie zu liefern.

Mehr lesen? Jetzt gratis E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben