Wirtschaft : C & A rutscht kräftig ab

DÜSSELDORF (ADN). Hohe Investitionen und Werbeaufwendungen sowie die anhaltende Flaute im Einzelhandel bescheren der Bekleidungshaus-Kette C & A Mode und Co. mit ihren bundesweit 196 Filialen weiterhin rote Zahlen. Im Vorjahr vervierfachte sich der Verlust des Familienunternehmens zu 1997 auf 259,2 Mill. DM, wie aus der am Montag in Düsseldorf vorgestellten Bilanz hervorgeht.

Zwar hatte C & A wegen der begonnenen Modernisierung und des Umbaus von 80 Prozent Verkaufsfläche, in die das Unternehmen in den nächsten Jahren 500 Mill. DM investieren will, mit steigendem Verlust gerechnet. "Daß er aber so hoch ausgefallen ist, hatten wir nicht erwartet", räumte Geschäftsführer Reinhard Müller ein. Schon 1999 sei aber das Ende der Talfahrt in Sicht: Nach einer geplanten Halbierung des Verlustes und einer besseren Entwicklung des Rohertrags in diesem Jahr werde ab 2000 wieder Gewinn gemacht.

Zuversicht schöpft Müller aus der Straffung des Managements und einer Verbesserung der Logistik, die die Kosten spürbar senken werde. Zudem soll der Abschluß des Umbaus der sieben größten Häuser den im Vorjahr um 2,4 Prozent auf 6,1 Mrd. DM gesunkenen Umsatz im letzten Quartal anschieben. Auch die zum Jahresanfang gestartete, laut Müller 200 Mill. DM teure Werbekampagne, die vor allem junge Verbraucher ansprechen soll, zeige erste Erfolge. Auch beim Warenangebot gibt sich C & A, dessen Marktanteil sich Müller zufolge bei annähernd zehn Prozent stabilisiert hat, schlanker: Statt ehemals 20 finden sich in den Filialen jetzt nur noch 13 Eigenmarken. Das Sortiment solle künftig mit umsatzstarken Fremdmarken - insbesondere Sportartikel - ergänzt werden.

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