Wirtschaft : Cabrios

Warum der Winter die beste Zeit für ein offenes Verdeck ist

Dennis Kremer

PREIS DER WOCHE

Ein Cabrio kauft man am besten im Winter. „Wenn es draußen schneit, denken die Deutschen doch nicht an ein offenes Auto“, sagt Helmut Blümer vom Zentralverband Kfz-Gewerbe. Sollten sie aber. Denn die Freunde frischer Luft beim Autofahren können gerade dann ein Schnäppchen machen: Von Oktober bis Februar sind Cabrios bei den meisten Herstellern wesentlich billiger zu haben. „Da sind bis zu fünf Prozent Preisvorteil drin“, sagt Blümer. Zum Frühjahr dagegen zieht die Nachfrage an – und damit geht auch der Preis in die Höhe.

Die Preise für die Wagen haben sich in den vergangenen Jahren relativ moderat entwickelt: Jährlich stiegen sie um etwa zwei Prozent. 2004 ist sogar ein Rückgang drin, glaubt Blümer. „Wenn auch die Cabrios von den Rabattaktionen der Hersteller erfasst werden, können die Käufer bis zu acht Prozent sparen.“ Das hängt aber ganz vom Modell ab. Beim meist verkauften Cabrio des Jahres 2003 – dem Peugeot 206 CC – ist mit Preisnachlässen nicht zu rechnen: Mit 18390 Euro Listenpreis liegt das Fahrzeug deutlich unter dem Cabrio-Durchschnittspreis von etwa 25000 Euro. Zwar sind Cabrios eher ein Nischensegment für die Autoindustrie. Aber ihr Anteil am Gesamtmarkt ist seit dem Jahr 1999 um mehr als ein Drittel auf 4,3 Prozent gestiegen, und er wird weiter wachsen, schätzt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. Rund 135000 Cabrios haben die Deutschen im Jahr 2003 gekauft – in diesem Jahr sollen es noch einmal etwa 11000 mehr sein. Foto: dpa

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