Wirtschaft : Cargolifter spart

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Der Vorstandsvorsitzende der Cargolifter AG, Carl von Gablenz, ist am Freitag vor der Presse in Berlin Vermutungen entgegengetreten, das Unternehmen, werde ohne öffentliche Förderung seine Ziele, die serienreife Produktion von Ballons und Luftschiffen unter anderem für den Schwerlasttransport ab dem Jahr 2004/05, nicht erreichen. Auch Gerüchte, in der vergangenen Woche habe ein Großaktionär massiv Aktien verkauft, entbehrten jeder Grundlage. Man habe alle Großinvestoren gefragt, sagte von Gablenz. Die Aktie notierte am Freitagnachmittag bei 3,97 Euro, vor einer Woche hatte der Kurs bei 3,83 Euro gelegen. Zwischenzeitlich war er auf 2,04 Euro abgerutscht.

Von Gablenz ließ allerdings offen, ob man gegenwärtig mit der Entwicklung und den Investitionen im vorgegebenen Zeitplan liege. Die Pläne würden laufend überprüft, eine konkrete Aussage werde er erst auf der Hauptversammlung am 16. März machen. Den Kapitalbedarf bis zur Serienreife bezifferte der Vorstandsvorsitzende erneut mit rund 283 Millionen Euro. Man sei weiter auf der Suche nach Investoren und setze nicht allein auf staatliche Mittel. Gesprochen werde auch mit strategischen Partnern, sagte von Gablenz, ohne konkreter zu werden.

Und Investitionen wurden bereits verschoben. Deshalb fiel der Fehlbetrag im Geschäftsjahr 2000/01 (1. September) mit 96,4 Millionen Euro auch etwas geringer aus, als erwartet. Die Bankguthaben beliefen sich wie zum Jahresbeginn 2001 auf etwas über 40 Millionen Euro. Im Laufe des Geschäftsjahres habe Cargolifter über eine Kapitalerhöhung 31 Millionen Euro eingenommen. Zudem habe Cargolifter aus einer Kapitalerhöhung noch 3,3 Millionen Aktien verfügbar, aus einer Sachkapitalerhöhung stünden noch 3,5 Millionen Aktien bereit. Und schließlich gebe es noch die Möglichkeit einer Wandelschuldverschreibung über bis zu 150 Millionen Euro beziehungswiese rund neun Millionen Aktien. Ob diese Mittel allerdings auf dem Kapitalmarkt aufgenommen werden können, ließ von Gablenz offen.

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