Wirtschaft : Cargolifter will bald Investor präsentieren

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Die Cargolifter AG will spätestens auf der Hauptversammlung am 16. März einen Investor präsentieren und ferner darlegen, wie eine öffentliche Förderung für das angeschlagene Unternehmen aussehen kann. Dies sagte Vorstandschef Carl von Gablenz am Donnerstag dem Tagesspiegel. Nach dem rasanten Kurssturz am Vortag erholte sich die Aktie des Luftschiff-Unternehmens wieder etwas. Zuletzt lag der Kurs mit knapp vier Euro um gut 20 Prozent über dem Schlusskurs des Vortags. Damit konnte er jedoch noch lange nicht auf den Stand vor dem Verkauf von Aktienpaketen am Mittwoch steigen. Händlern zufolge hatten massive Verkäufe eines Großinvestors den Kurs am Mittwoch zeitweise um mehr als die Hälfte einbrechen lassen. Gablenz bestritt allerdigs, dass es sich bei dem Verkäufer um einen einzigen Investor gehandelt habe. Das sei "ausschließlich ein Gerücht". Der größte Investor bei Cargolifter ist von Gablenz zufolge ein britischer Technologiefonds mit einen Anteil von etwa 15 Prozent, auf "einige" deutsche instititutionelle Anleger entfallen den Angaben nach weitere 13 Prozent.

Derweil hofft Cargolifter weiter auf öffentliche Fördermittel. "Wir sind mitten in den Gesprächen", sagte von Gablenz. Eine "ältere Bürgschaft", die ein Kreditvolumen von 35 Millionen Euro abdecke, liege noch vor. "Die Aktionäre erwarten, dass die öffentliche Hand klipp und klar hinter Cargolifter steht", sagte der Vorstandschef. Gegenwärtig sei er mit mit "einer Handvoll Investoren" im Gespräch. Für den Einstieg eines Partner verfüge Cargolifter noch über ein genehmigtes Kapital von rund zehn Prozent. Bis zur Serienreife des Luftschiffs CL 160 im Geschäftsjahr 2004/05 fehlen Cargolifter, wie berichtet, noch rund 290 Millionen Euro. Die Gesamkosten des Projekts belaufen sich auf 580 Millionen Euro. Das Unternehmen entwickelt das weltweit größte Transport-Luftschiff für Schwerlasten.

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