• Carlsberg interessiert an Berliner Pilsner Dänischer Braukonzern will weiter in Deutschland expandieren

Wirtschaft : Carlsberg interessiert an Berliner Pilsner Dänischer Braukonzern will weiter in Deutschland expandieren

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(mot/uwe). Der dänische Braukonzern Carlsberg plant nach dem Einstieg bei der HolstenGruppe weitere Übernahmen in Deutschland. Interesse hat das Unternehmen auch an der Berliner-Pilsner-Gruppe, die zur Dortmunder Brau und Brunnen AG gehört. Carlsberg-Chef Nils Andersen sagte dem Magazin „Focus“, es sei vorstellbar, dass sich das Unternehmen im Norden Deutschlands vergößern werde. „Wenn das Richtige kommt, werden wir zuschlagen“, kündigte Andersen an. Auch die ebenfalls zu Brau und Brunnen zählende Jever-Brauerei könne ein möglicher Übernahmekandidat sein. „Wenn Jever zu kaufen ist, dann muss man sich das genau ansehen“, sagte der Chef des fünftgrößten Braukonzerns der Welt, dessen Aufsichtsrat 1,5 Milliarden Euro für weitere Übernahmen zur Verfügung gestellt hat.

Ein Brau-und-Brunnen-Sprecher sagte auf Anfrage, das Dortmunder Unternehmen werde sich zu Marktgerüchten nicht äußern. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass weder Jever noch die Berliner-Pilsner-Gruppe zum Verkauf stehen. Bettina Pöttgen, Marketing-Leiterin der Berliner Brauererei, sagte, dass die Belegschaft gelassen auf die neuen Übernahmegerüchte reagiert hätte, „auch wenn natürlich jeder weiß, dass der deutsche Biermarkt im Umbruch ist“. Berliner Pilsner ist nach eigener Darstellung Marktführer in der Region Berlin-Brandenburg.

Carlsberg hatte Mitte Januar die Übernahme der Hamburger Holsten-Brauerei bekannt gegeben. Die Dänen zählen zu den agressivsten Spielern auf dem deutschen Biermarkt, der noch stark zersplittert ist und das Interesse ausländischer Konzerne weckt.

Carlsberg wollte am Montag keine detaillierteren Angaben zu möglichen Übernahmen in Deutschland machen. Dem „Focus“ zufolge will Andersen noch vor der Branchenmesse Internorga Anfang März mit Brau und Brunnen über die beiden Tochterfirmen verhandeln.

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