CARSTEN MASCHMEYER : Verkaufen, verkaufen, verkaufen

AKTIEN

Sein bestes Geschäft hat AWD-Chef Carsten Maschmeyer (48) wohl am Montag eingefädelt. Für 230 Millionen Euro kann der Hannoveraner 20 Prozent von AWD an die Schweizer Swiss Life abgeben. Schon im März 2005 hatte „Maschi“ 20 Prozent für 235 Millionen Euro abgestoßen. Arbeiten muss der AWD-Gründer also schon lange nicht mehr. Trotzdem macht er als Vorstandsvorsitzender des M-Dax-Konzerns mindestens fünf Jahre lang weiter. Maschmeyer ist arbeitswütig.

FINANZPRODUKTE

Nach dem abgebrochenen Medizinstudium begann er mit 19 Jahren, Versicherungen und Finanzprodukte zu vertreiben. 1988 gründete er den AWD. Als Strukturvertrieb („Drückerkolonne“) machte das Unternehmen mit zweifelhaften Verkaufsmethoden zunächst Schlagzeilen. 1998 finanzierte Maschmeyer im Bundestagswahlkampf eine anonyme Anzeigenkampagne, die für Gerhard Schröder warb: „Der nächste Kanzler muss ein Niedersachse sein.“ Vor dem Börsengang im Jahr 2000, der 500 Millionen Euro einspielte, polierte Maschmeyer sein eigenes und das Image des AWD auf. Goldkettchen und Brillantecken am Hemdkragen verschwanden aus seiner Garderobe. Der AWD schult heute seine Berater nach strengen Qualitätsmaßstäben. Vor den Wettbewerbern MLP, DVAG und OVG ist AWD Marktführer. mot

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