Wirtschaft : CDU: Niedersachsen bei VW in der Pflicht

HANNOVER .Die CDU-Opposition in Niedersachsen hält eine Beteiligung des Landes an einer Kapitalerhöhung bei der Volkswagen AG, Wolfsburg, für notwendig.Wenn die SPD-Landesregierung die Kapitalerhöhung nicht mitgehe, sei dies "ein folgenschwerer Eingriff in die bisherige gemeinsame Geschichte von VW und Land", sagte der CDU-Landeschef Christian Wulff am Montag in Hannover.Er forderte von der SPD-Regierung wegen der schwierigen Haushaltslage "kreative Lösungen", um den Einfluß des Landes bei VW zu sichern.Das Land ist mit 18,8 Prozent der VW-Anteile mit Abstand größter Aktionär des größten Autoherstellers Europas.Um bei einer Kapitalerhöhung um mehr als ein Drittel des Grundkapitals mitziehen und den eigenen Anteil halten zu können, fehlt Niedersachsen das Geld.An diesem Dienstag - einen Tag vor der VW-Hauptversammlung - will das Landeskabinett entscheiden, ob und in welchem Umfange das Land bei der Kapitalerhöhung mitzieht.

Bisher habe die Regierung weder "eine eigenständige Position noch jede Phantasie für kreative Lösungen erkennen lassen", sagte Wulff.Denkbar seien Fondslösungen oder Allianzen mit Zulieferern, Banken, Sparkassen oder Versicherern.Alle Landesregierungen hätten bisher stets für das Mitspracherecht Niedersachsens bei Volkswagen gekämpft "und dafür Geld in die Hand genommen", sagte Wulff.Die ordentliche VW-Hauptversammlung am Mittwoch in Hamburg soll eine Erhöhung des Grundkapitals um gut ein Drittel oder 782 Mill.DM auf knapp 2,9 Mrd.DM (1,4 Mrd.Euro) billigen.

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