Wirtschaft : CDU Wirtschaftsrat gründet Sektion Berlin

Ernst verteidigt Privatisierungskurs BERLIN (dw).Die Privatisierung der landeseigenen Betriebe gefährdet nach Auffassung des Berliner Wirtschaftssenats keine Arbeitsplätze.Vor allem mit Blick auf die geplante Privatisierung der Berliner Wasserbetriebe erklärte Staatssekretär Dieter Ernst am Mittwoch abend vor dem CDU Wirtschaftsrat: "Die individuelle Sicherung der Arbeitsplätze und die Änderung der Rechtsform sind unter einen Hut zu bringen." Ernst verwies darauf, daß es den landeseigenen Betrieben in den vergangenen Jahren gelungen sei, den notwendigen Stellenabbau in sozialverträglicher Weise durchzuführen.So hätten die Berliner Betriebe in ihrer Gesamtheit die Zahl der Beschäftigten von 43 500 im Jahre 1992 auf rund 34 000 im Jahre 1996 abgebaut.Gleichzeitig sei das Investitionsvolumen von etwa 1,7 Mrd.DM jährlich auf gut 2,1 Mrd.DM gewachsen.In ihrer Gesamtheit seien die landeseigenen Unternehmen - darunter Stadtreinigung BSR, Wasserbetriebe und Hafengesellschaft Behala - noch immer zweitgrößter Arbeitgeber der Stadt. Ernst sprach vor der Mitgliederversammlung des CDU Wirtschaftsrates, Landesverband Berlin-Brandenburg.Zuvor hatte der Landesverband eine "Sektion Berlin" gegründet.Mit diesem Schritt wolle der Wirtschaftsrat seine Arbeit am künftigen Regierungssitz intensivieren, erklärte der Landesvorsitzende Eberhard Pfeiffer: "Die Bühne wird größer - nutzen wir sie!" Zum Sprecher der Sektion Berlin wählte die Mitgliederversammlung Cornelius Koch, Mitinhaber der Weberbank Berliner Industriebank.In den sechsköpfigen Sektionsvorstand wurde auch Jörg-Olaf Liebetrau, Vorstandsmitglied der Gasag AG, gewählt.

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