Wirtschaft : CeBIT 2001: Siemens sichert sich 16 UMTS-Lieferverträge

Der Siemens-Konzern hat sich nach eigenen Angaben bislang 16 Liefervereinbarungen für den Aufbau von UMTS-Netzen in zwölf verschiedenen Ländern gesichert. Damit liege das Unternehmen nach Ericsson auf Platz zwei in Europa, berichtete Vorstandsmitglied Volker Jung am Donnerstag auf der Computermesse Cebit in Hannover. Jeder einzelne Auftrag habe eine Größenordnung von 300 bis 800 Millionen Euro (587 bis 1565 Millionen Mark). Insgesamt hätten sich bislang 35 von erwarteten 77 UMTS-Lizenznehmern in Europa für einen Lieferanten entschieden.

Die Zahl der mobilen Internet-Nutzer wird nach Einschätzung des Siemens-Konzerns noch vor dem Jahr 2004 die der Festnetz-Surfer überschreiten. Das Internet treibe das Verschmelzen der mobilen Sprach- und Datenkommunikation voran und sei wichtigster Wachstumsmotor der Wirtschaft geworden, sagte Jung.Die ersten UMTS-Handys, die gemeinsam mit Toshiba entwickelt werden, will Siemens im dritten Quartal 2002 ausliefern. Auf der Cebit stellt das Unternehmen bereits ein funktionsfähiges UMTS-Netz vor. Bis zur Einführung der UMTS-Technologie setzt Siemens auf den Vorläufer GPRS und will das erste Handy des Formats in der zweiten Jahreshälfte starten.

Jung rechnet ab Mitte des Jahres wieder mit einer Belebung des Handy-Marktes, der in den vergangenen Monaten starke Einbußen hinnehmen musste. Im abgelaufenen Jahr sei das Mobilfunkgeschäft bei Siemens um mehr als 70 Prozent gewachsen. Im Festnetz gehört Siemens nach Angaben Jungs bei der DSL-Technik, die einen schnellen Internet-Zugang ermöglicht, bereits zu den weltweit führenden Unternehmen. Das Marktwachstum bei DSL-Technik werde bis 2005 auf jährlich 30 Prozent geschätzt. Allein im vergangenen Jahr habe Siemens die DSL-Produktion verzwanzigfacht.

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