Charity : Siemens-Stiftung nimmt ihre Arbeit auf

Im Fokus stehen Bildung, Gesellschaft und Kunst. Der Dax-Konzern hat die Stiftung mit 390 Millionen Euro ausgestattet.

Berlin - Der Sky-Hydrant arbeitet mit ganz einfacher Technik. Er muss an kein Stromnetz angeschlossen werden und fördert dennoch am Tag bis zu 10 000 Liter sauberes Trinkwassser. So verändert er für hunderte Menschen in der Umgebung das Leben ganz unmittelbar. Um die Trinkwassersituation in den ärmsten Ländern der Welt zu verbessern, will die Siemens-Stiftung sich mit Wasserprojekten unter anderem in Äthiopien, Burkina Faso und Angola engagieren.

Gegründet im September 2008, ist die Stiftung nun personell und organisatorisch fertig aufgestellt und seit dem 1. Oktober operativ einsatzfähig. Für die Arbeit stehen die Erträge zur Verfügung, die das vom Technologiekonzern gestiftete Kapital von 390 Millionen Euro abwirft. Im Moment rechnet Stephan Heimbach, Vorsitzender der Stiftung, mit einem Jahresbudget von zwölf bis 15 Millionen Euro – abzüglich der Kosten für die 32 festen Mitarbeiter.

Mit ihrer Kapitalausstattung gehört die Stiftung nach Heimbachs Angaben zu den zehn größten Unternehmensstiftungen in Deutschland. Sie sieht sich in ihrer Arbeit in der Tradition des Unternehmensgründers Werner von Siemens. Dabei will die Stiftung international tätig sein, gemeinsam mit Partnern Projekte selbst entwickeln, diese Projekte aktiv begleiten und nicht einfach auf Antrag Geld zur Verfügung stellen. Ziel der Projekte sei es, Menschen zu befähigen, ihre Lebensumstände selbst zu verbessern.

Drei Handlungsfelder nennt Ulrike Susanne Wahl, geschäftsführender Vorstand der Stiftung: Bildung und Soziales, Gesellschaft und Technik sowie Kunst und Kultur (hier ist das bisherige Siemens Arts Project aufgegangen). Im Handlungsfeld Bildung und Soziales wiederum sieht sich die Stiftung den Millenniumszielen der Vereinten Nationen verpflichtet. Hier geht es unter anderem darum, bereits im Kindergarten und Vorschulalter die Neugier der Kinder zu nutzen, um sie an naturwissenschaftliche Themen heranzuführen. vis

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