Chefin des Verbands Öffentlicher Banken : Deutsche Landesbanken sind gesund

Liana Buchholz im Tagesspiegel-Interview über den Stresstest für Banken, die Schiffsfinanzierung und das Risiko einer Immobilienblase.

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Liane Buchholz (49) ist seit Anfang des Jahres Hauptgeschäftsführerin des Verbands öffentlicher Banken (VÖB). Der Verband vertritt die Interessen von 62 Geldinstituten – darunter alle Landesbanken sowie die bundes- und ländereigenen Förderinstitute wie die Investitionsbank Berlin. Buchholz kommt aus der Wissenschaft. Sie war Professorin für Betriebswirtschaftslehre der Banken an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin und leitete die Management-Akademie der Sparkassen-Finanzgruppe. Mitte der 90er Jahre hat sie ein IT- und Beratungsunternehmen für Banken gegründet. Buchholz ist verheiratet und hat einen Sohn. Foto: Mike Wolff
Liane Buchholz (49) ist seit Anfang des Jahres Hauptgeschäftsführerin des Verbands öffentlicher Banken (VÖB). Der Verband vertritt...Foto: Mike Wolff

Die deutschen Landesbanken werden nach Ansicht von Liane Buchholz, Hauptgeschäftsführerin des Verbands Öffentlicher Banken (VÖB),  gut durch den Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) kommen. „Ich bin sicher, dass die Landesbanken beim Stresstest keine Probleme bekommen werden“, sagte sie im Interview mit dem Tagesspiegel. Die Landesbanken hätten ihre Eigenkapitalbasis gestärkt und 60 Prozent ihrer Risikopositionen abgebaut.

„Dort, wo es notwendig war, haben sie sich neu aufgestellt“, sagte Buchholz. Zudem habe die Abwicklung der WestLB die Landesbanken zum Umdenken gebracht. „Es gibt in den neuen Häusern eine neue Bescheidenheit“, sagte Buchholz. So seien die Landesbanken heute viel weniger international tätig.

Auf die Schiffsfinanzierung sollten die Institute dennoch nicht verzichten. „Deutschland ist eine Exportnation. Deshalb brauchen wir Schiffe und die müssen finanziert werden“, sagte Buchholz.

Wie  Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) fürchtet auch die Verbandschefin, dass auf dem Immobilienmarkt eine Blase entstehen könnte. „Die Sorge muss man haben“, sagte sie. Handlungsbedarf sieht sie dennoch nicht. „An dieser Stelle bin ich Keynsianerin durch und durch“, sagte sie dem Tagesspiegel. „Der Markt wird das im Zweifelsfall alleine regeln.“

Das ausführliche Interview lesen Sie am Montag.

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