Chemie : Sonderbelastungen drücken Lanxess-Gewinn

Der Verkauf der Kunststoffsparte Lustran hat den Chemie-Konzern Lanxess im zweiten Quartal in die Verlustzone rutschen lassen. Im ersten Halbjahr sind die Gewinne um 80 Prozent gesunken.

Sonderbelastungen im Zuge des schrittweisen Verkaufs der Kunststoffsparte Lustran haben die Gewinne des Chemiespezialisten Lanxess im ersten Halbjahr 2007 stark belastet. Der Konzernüberschuss sei hierdurch um fast 80 Prozent auf 32 Millionen Euro geschrumpft. Im zweiten Quartal fiel sogar ein Verlust an. Operativ befinde sich Lanxess aber weiterhin auf "solidem Kurs", sagte Vorstandschef Axel Heitmann. So kletterte das Ebit vor Sondereinflüssen um 10 Prozent auf 309 Millionen Euro.

Beim Umsatz verzeichneten die Leverkusener einen Rückgang um gut 4 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Würden die Wechselkursänderungen und Veränderungen des Portfolios berücksichtigt, habe unter dem Strich ein Umsatzplus von mehr als 3 Prozent gestanden. An der Börse sackte der Kurs der im MDax notierten Lanxess-Aktie zeitweise um mehr als 7 Prozent ab und gehörte damit im mittleren Börsensegment bei insgesamt schlechter Stimmung an den Kapitalmärkten zu den größten Verlierern.

Für das zweite Halbjahr zeigte sich Heitmann optimistisch: Die Konjunkturaussichten für Deutschland und Europa sowie für Asien seien unverändert positiv. Der beschlossene Verkauf von Lustran werde die EBITDA-Marge weiter erhöhen und an das Niveau der Wettbewerber heranbringen. Davon sollen die Aktionäre mittelfristig mit einer Erhöhung der Ausschüttung profitieren. Allerdings würde der Vorstand gegebenenfalls Zukäufen den Vorzug geben, betonte Heitmann. (mit dpa)

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