Wirtschaft : Chemie-Tarifbündnis im Überblick

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Entgelte: Ab dem 1. Juni 2000 werden die Löhne und Ausbildungsvergütungen in Rheinland-Pfalz, Nordrhein und Hessen um 2,2 Prozent erhöht. Die anderen westlichen Bundesländer folgen nach ein, zwei Monaten. Ein Jahr später gibt es eine weitere Erhöhung um zwei Prozent. Die Entgeltregelung hat eine Gesamtlaufzeit von 21 Monaten.

Altersteilzeit: Der Tarifvertrag über Altersteilzeit wird an die neue gesetzliche Regelung angepasst und bis zum Jahr 2009 verlängert. Demnach haben Chemiearbeitnehmer ab 55 Jahren einen von fünf auf sechs Jahren erweiterten Anspruch auf Altersteilzeit. Das heißt, dass der Arbeitnehmer in den ersten drei Jahren das vollständige Arbeitsvolumen ableistet, anschließend geht er in die sogenannte Freistellungsphase. Während der gesamten Altersteilzeit erhält er mindestens 85 Prozent des letzten Netto-Entgeltes.

Abfindung: Nach Ende der Altersteilzeit kann der Arbeitnehmer mit frühstens 61 Jahren in den Ruhestand gehen. Um die gesetzlichen Rentenabschläge auszugleichen, erhalten die Altersteilzeitler eine Abfindung. Für jeden Monat, der bis zur gesetzlichen Altersgrenze von 65 Jahren fehlt, wird ein fester Betrag angesetzt. Maximal werden 48 Monatsbeträge zu je 750 Mark als Abfindung gezahlt.

Altersvorsorge: Der Chemie-Tarifvertrag über vermögenswirksame Leistungen und Altersvorsorge wird von 936 Mark auf 1200 Mark im Jahr aufgestockt.

Ausbildung: Die Zahl der Ausbildungsplätze in der Chemie soll bis Ende 2002 um fünf Prozent steigen. Außerdem wird der abgesenkte Einstiegstarif für Berufsanfänger (95 Prozent) und Langzeitarbeitslose (90 Prozent) verlängert, um deren Einstellung zu erleichtern.

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