Chemiebranche : Altana mit hohen Umsatzzielen

Nachdem das Pharmageschäft veräußert wurde, macht sich der Chemiekonzern Altana auf zu hoch gesteckten Umsatzzielen. Mit einer gut gefüllten Kasse sieht sich das Unternehmen zudem gerüstet für neue Übernahmen.

Altana
Altana setzt sich neue Umsatzziele nach dem Verkauf der Pharmasparte. -Foto: ddp

München/WeselNach dem Verkauf des Pharmageschäfts steckt sich der Chemiekonzern Altana ehrgeizige Ziele. "Wir wollen den Umsatz in den nächsten fünf Jahren verdoppeln, ohne das Ergebnis zu verwässern", sagte Vorstandschef Matthias Wolfgruber der "Süddeutschen Zeitung". Neben dem Wachstum aus eigener Kraft setzt Altana dabei auch auf Firmenkäufe. "Der Markt ist in Bewegung. Es gibt viele Möglichkeiten. Und unsere Kasse ist gut gefüllt", sagte Wolfgruber.

Unter Ausnutzung aller Möglichkeiten könne Altana sicherlich eine Milliarde Euro für Zukäufe aufbringen. Eine kleinere Übernahme machte Altana am Mittwoch perfekt: Der Konzern erwarb das weltweite Effektpigmente-Geschäft der britischen Wolstenholme Group mit einem Umsatz von 29 Millionen Euro.

Jährliches Wachstum von sechs Prozent anvisiert

Bei passender Gelegenheit könne das derzeit auf vier Säulen stehende Geschäft des Konzerns um ein fünftes Geschäftsfeld ergänzt werden, kündigte Wolfgruber an. Angewiesen sei Altana auf einen solchen voraussichtlich mehrere 100 Millionen Euro teuren Deal jedoch nicht. "Wir wollen auch künftig aus eigener Kraft im jährlichen Durchschnitt sechs Prozent organisch zulegen."

Die Gefahr, dass Altana selbst Ziel einer Übernahme wird, sieht Wolfgruber vorerst nicht. "Die gute Bewertung an der Börse ist ein wirkungsvoller Schutzschild gegen solche Absichten." Der Altana-Chef schließt aber nicht kategorisch aus, dass der Konzern irgendwann Teil eines größeren Verbunds werden könnte. "Wenn es eine Konstellation geben würde, in der mehr Wert geschaffen werden könnte, muss man sich mit diesem Gedanken beschäftigen. Das sehe ich derzeit jedoch nicht", sagte er. (mit dpa)

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