Wirtschaft : Chemieindustrie hofft auf Geschäfte in Asien

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(dpa). Die chemische Industrie in Deutschland rechnet 2003 angesichts „der zahlreichen dunklen Wolken am Konjunkturhimmel“ nur mit einer leichten Erholung. Die Produktion werde bestenfalls ein Prozent steigen. Verbunden mit Preiserhöhungen von etwa einem Prozent dürfte der Branchenumsatz um rund zwei Prozent zunehmen, berichtete der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Donnerstag. „Die Stimmung in der Branche ist derzeit von Unsicherheit geprägt“, hieß es. Zwar seien die Geschäfterwartungen per Saldo positiv, der Optimismus aber geringer als noch vor einem Jahr. Wegen des IrakKonflikts, weiter steigender Ölpreise und der Aufwertung des Euro erwartet der Branchenverband eine Erholung „frühestens für die zweite Jahreshälfte“. Große Chancen sieht die Chemie im Asiengeschäft. Vor allem die wirtschaftliche Entwicklung in Ostasien mit steigender Chemienachfrage gebe „Anlass zur Hoffnung“. Im vierten Quartal 2002 fielen die Exporte in diese Region (ohne Japan) sieben Prozent höher aus als vor Jahresfrist. Den größten Einbruch gab es in den USA mit einem Minus von 27 Prozent. Die stark gestiegenen Pharmaexporte nach dem 11. September 2001 hätten sich wieder „normalisiert“, lautete die Begründung.

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