Wirtschaft : Chemnitzer bringen Chiptechnik auf Trab

hsn

Computerchips mit bis zu 100 Millionen Transistoren zu entwerfen, ist heute in vielen High-TechSchmieden Stand der Technik. Problematisch wird es jedoch, wenn vor der Chipherstellung geprüft werden muss, ob die Entwürfe auch korrekt und funktionsfähig sind. Bislang erfolgte dies durch Simulation. Doch bei Chips mit vielen Millionen Transistoren dauert das Wochen oder Monate. Da die Entwicklungszyklen für neue Produkte immer schneller ablaufen, ist es nötig, die Entwicklungszeiten zu verkürzen.

Gemeinsam mit der Firma Isytec entwickelten Informationstechniker an der TU Chemnitz ein Verfahren, das herkömmliche Entwicklungszeiten um das Hundert- bis Tausendfache verkürzt. Demonstriert wird die Technik auf der Cebit. Durch spezielle Zusatzhardware, die im oder parallel zum Entwurfscomputer eingesetzt wird, realisieren die Forscher extrem hohe Verarbeitungsgeschwindigkeiten: Die Rechenleistung sei bis zu 1000-Mal höher als die normaler PCs. Der Mikrochip ist im Vergleich zu herkömmlichen Prototypen ungleich flexibler. Nicht nur die Zeit von der Entwicklung bis zur Markteinführung werde dadurch bedeutend kürzer, auch die Kosten seien im gleichen Maße niedriger, sagt Dietmar Müller, Professor an der Chemnitzer Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik.

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