Wirtschaft : Chevrolet lässt Opel vorfahren

Frankfurt am Main - Genau 1234 Neuzulassungen im November – die General- Motors-Marke Chevrolet bewegt den deutschen Automarkt nicht wirklich. Auch 23 488 neue „Chevys“ seit Jahresanfang sind nicht die große Nummer. Trotzdem war Chevrolet in den vergangenen Jahren für die andere GM-Tochter Opel ein Ärgernis, in Deutschland und in Europa, wo die Marke zwischen Januar und Oktober immerhin knapp 126 000 Autos verkauft hat. Denn die Fahrzeuge sind in vielen Fällen baugleich – wenn auch qualitativ schlechter – und werden erheblich billiger verkauft. 2016 soll nun mit Chevrolet in Europa Schluss sein, wie GM am Donnerstag in Detroit mitteilte. Der Schritt dürfte auch auf Drängen des seit März amtierenden Opel-Chefs Karl-Thomas Neumann erfolgt sein.

GM-Vize und Opel-Aufsichtsratschef Steve Girksy verwies auf die schwierige Marktlage. Ab 2016 wird GM in Westeuropa noch mit Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall vertreten sein, in Osteuropa nur noch mit Opel. Chevrolet-Ikonen wie die Corvette sollen jedoch weiter in Europa angeboten werden. Zudem will GM mit seiner höher platzierten Marke Cadillac angreifen. ro

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