China : Erstmals Haftstrafe wegen Raubes von geistigem Eigentum

In China werden Plagiate von Softwareprogrammen oder Handtaschen tausendfach auf den Straße angeboten. Peking will nun kurz vor den Olympischen Spielen Strenge walten lassen.

In Peking muss nach Angaben staatlicher Medien erstmals ein Mann wegen des Raubes von geistigem Eigentum ins Gefängnis. Ein Gericht habe einen 40-Jährigen wegen des Verkaufs kopierter DVDs zu einem Jahr Haft verurteilt, meldete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag. Der Mann müsse zudem eine Geldstrafe von umgerechnet 900 Euro zahlen. In seinem Geschäft seien über 10.000 kopierte DVDs gefunden worden. Kurz vor den Olympischen Spielen im August will die Regierung in Peking verstärkt gegen den Verkauf gefälschter Waren vorgehen. Plagiate - ob Softwareprogramme oder Handtaschen - werden in China vielfach auf der Straße angeboten.  Xinhua meldete, die Strafen seien nun erhöht worden. So müsse jede Person, die mehr als 500 Exemplare eines gefälschten Produkts herstelle, mit bis zu sieben Jahren Haft rechnen. Zudem habe die Regierung Belohnungen von 9000 Euro und mehr für Hinweise aus der Bevölkerung ausgelobt. Es seien Hotlines und E-Mail-Adressen zur Abgabe von Hinweisen eingerichtet worden.

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