Wirtschaft : China gibt Anlegern mehr Freiheit

Shanghai - Institutionelle chinesische Investoren sollen ihr Geld künftig über ETFs (börsengehandelte Fonds, die sich meist 1:1 an einem Index orientieren) außerhalb des Heimatmarktes anlegen dürfen. „Wir liegen in den letzten Zügen mit diesen ETFs, die sich auf in Hongkong gelistete Aktien beziehen werden“, sagte Tong Daochi, Generalsekretär für internationale Angelegenheiten bei der chinesischen Wertpapieraufsichtbehörde CSRC, am Mittwoch in Shanghai. Bislang dürfen chinesische Privatanleger ihr Geld überhaupt nicht im Ausland investieren. Institutionellen Investoren ist dies seit 2006 unter strengen Auflagen erlaubt, zum Beispiel über Fondsgesellschaften und Versicherungen. Sie dürfen jedoch bislang keine Wertpapiere oder sonstige Finanzinstrumente selbst handeln. Experten zufolge könnten ETFs ein Schritt dahin sein, dass chinesische Investoren bald auch direkt in ausländische Aktien investieren dürfen. Steigende Direktanlagen aus China könnten den Kapitalzufluss auf den Aktienmärkten in Europa oder den USA vergrößern. rtr

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