Wirtschaft : China und Indien fliegen mit

David C. Lerch
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Am 25. September 2008 startete China zum dritten Mal seit 2003 eine bemannte Mission. Das Land ist nach den USA und Russland erst die dritte Nation, die Menschen ins All schickte. Offiziell investiert China pro Jahr eine Milliarde Euro in die Raumfahrt, westliche Experten schätzen die Ausgaben auf das Doppelte. „In China steht das Prestige vor den wirtschaftlichen Zielen“, sagt Rainer Scharenberg vom DLR. „In Europa ist es umgekehrt.“ Deshalb werde die Krise Chinas Pläne kaum gefährden. 2008 führte das Land elf Raketenstarts durch – so viel wie nie zuvor.

Die indische Raumfahrt hatte am 22. Oktober ihren Feiertag, als das Land eine unbemannte Sonde gen Mond schickte. Zwei Jahre lang wird sie ihn umkreisen, um seine Oberfläche zu vermessen und nach Metallen abzusuchen. Ein Ziel ist es, neue Karten zu erstellen. Die bisherigen stammen noch von den US-Mondfahrten der 60er Jahre. Im Jahr 2013 soll ein Inder an Bord eines russischen Raumschiffes gehen, 2015 will man selbst zwei Astronauten ins All schicken. Doch die Vorzeichen im demokratischen Indien sind andere als in China, das das Vierfache in die Raumfahrt investiert. Im Frühjahr wählen die Inder eine neue Regierung und im Zeichen von Wirtschaftskrise und Terror wird es schwerer fallen, staatliche Prestigeobjekte wie die bemannte Raumfahrt zu begründen, erwarten Experten.David C. Lerch

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